Tanzwissenschaftspreis NRW 2016 Tanzwissenschaftspreis NRW 2016

Im Jahr 2016 wird der Tanzwissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen zum vierten Mal vergeben. Die Auszeichnung für herausragende Arbeiten im Bereich tanzwissenschaftlicher Grundlagen- und Methodenforschung sowie praxisbezogener tanzwissenschaftlicher Forschung erfolgt durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln / SK Stiftung Kultur.

Der Tanzwissenschaftspreis NRW wird seit 2001 vom Land Nordrhein-Westfalen alle fünf Jahre vergeben. Er wurde initiiert in Erinnerung an den Pädagogen, Publizisten und Begründer des Deutschen Tanzarchivs Köln, Kurt Peters, und hat sich zu einem Markenzeichen der Förderung der Tanzwissenschaft entwickelt. Der Tanzwissenschaftspreis NRW ist bislang bundesweit der einzige wissenschaftliche Förderpreis in Bezug auf Tanz und besitzt als Instrument der Förderung des tanzwissenschaftlichen Nachwuchses nationales und internationales Renommee.

Ziel

Kategorien und Preisgelder

Antragsberechtigung und Bewertungsgrundlagen

Kriterien für die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger

Jury

Bewerbung

Verfahren

Kontakt

Ziel

Das Ziel der Auszeichnung ist es zum einen, Nordrhein-Westfalen als relevanten Standort für Tanzwissenschaft bekannt zu machen und den Standort zu stärken.

Zum anderen soll der Preis ein Element der Nachwuchsförderung für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Bereich Tanz/Tanzwissenschaft bilden. Der Tanzwissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen zielt hier darauf ab, die weitere Forschung der Preisträgerinnen und Preisträger in diesem Themenbereich zu fördern.

Den Ausgezeichneten soll ein Anschub für die Umsetzung eines wissenschaftlichen Vorhabens gewährt werden, was zusammen mit der Würdigung durch den Preis die Karriere in diesem Feld unterstützen soll.

Kategorien und Preisgelder

Die Vergabe des Preises in zwei Kategorien trägt der aktuellen Ausrichtung von Forschungsvorhaben im Bereich der Tanzwissenschaft Rechnung:

Kategorie 1 Exzellente Forschung zur tanzwissenschaftlichen Grundlagen- und Methodenforschung, die auf der Basis tiefgreifender Kenntnisse des Tanzfeldes, wegweisende Forschungsansätze entwickelt bzw. etablierte Formen der Tanzanalyse, Theorien, Diskurse oder Wissenstheoreme des Feldes einer kritischen Revision unterzieht mit dem Ziel einer produktiven Weiterentwicklung einer interdisziplinären Tanzwissenschaft.

Kategorie 2 Herausragende Leistungen im Bereich der praxisbezogenen tanzwissenschaftlichen Forschung, die auf der Basis empirischer oder praxeologischer Forschungsdesigns die zu erforschenden Themen und Fragestellungen in direkter Auseinandersetzung mit dem Feld entwickeln und dabei einen Beitrag zur Wissenskonzeption an der Schnittstelle von Theorie und Praxis leisten. Formen des ‚Artistic Research‘ und Kooperationsforschungen zwischen Wissenschaftlern und Künstlern/Institutionen sind dabei ausdrücklich förderungswürdig, sofern sie mit dem Ziel verbunden sind, zu einer grundlegenden empirischen Fundierung oder einer methodologischen Reflektion der Tanzwissenschaft beizutragen.

Der Preis ist im Jahr 2016 in jeder Kategorie mit 15.000 EURO dotiert, insgesamt mit 2 x 15.000 EURO.
Der Preis wird finanziert durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Antragsberechtigung und Bewertungsgrundlagen

Antragsberechtigt sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Bereich Tanz/Tanzwissenschaft, die in diesem Themenspektrum weiter wissenschaftlich arbeiten wollen.

Grundlage für die Auswahlentscheidung sind ein Qualifikationsnachweis und ein Konzept für ein Forschungsvorhaben. Vorzulegen sind:

1. Abgeschlossene wissenschaftliche Arbeit

Als Nachweis der wissenschaftlichen Qualifikation soll eine Dissertation zu tanzwissenschaftlich relevanten Themen, Methoden und Verfahren vorgelegt werden. Eingereicht werden können deutschsprachige Dissertationen oder deutschsprachige, qualitativ einer Dissertation vergleichbare wissenschaftliche Arbeiten, die seit der Verleihung des letzten Tanzwissenschaftspreises im Jahr 2011 offiziell eingereicht oder fertiggestellt worden sind.

2. Konzept für ein zukünftiges Forschungsvorhaben  

Ergänzend wird von der Bewerberin/dem Bewerber die Vorlage des Entwurfs eines wissenschaftlichen Folgeprojekts mit Angaben zu Themenstellung, Forschungsziel, wissenschaftlicher Relevanz sowie Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplan gefordert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Darstellung des wissenschaftlichen Folgeprojekts nicht mehr als 15 Seiten umfassen soll.

Die Unterlagen sollen in einem begleitenden Bewerbungsschreiben erläutert werden, in dem die Voraussetzungen der Teilnahme dargelegt und die Motivation der Bewerbung begründet wird.

Die Zuschreibung der Bewerbung um den Tanzwissenschaftspreis NRW in Kategorie 1 (Exzellente Forschung zur tanzwissenschaftlichen Grundlagen- und Methodenforschung) oder Kategorie 2 (Herausragende Leistungen im Bereich der praxisbezogenen tanzwissenschaftlichen Forschung) erfolgt durch die Bewerberin/den Bewerber in dem Bewerbungsschreiben.

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Kriterien für die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger

Sowohl die Qualität der eingereichten wissenschaftlichen Arbeit als auch das Konzept für das mit dem Preisgeld zu unterstützende Forschungsvorhaben sind Grundlage der Bewertung und Auswahl durch die Jury.

In den Bewertungskriterien resp. -aspekten werden folgende Punkte berücksichtigt:

1) die Qualität der eingereichten wissenschaftlichen Arbeit in Bezug auf:

  • einen wissenschaftlich stringenten und methodisch reflektierten Forschungsansatz, der thematisch dem Ausschreibungsprofil zuzuordnen ist
  • die allgemeine Relevanz und Innovation der Forschung in Bezug auf etablierte und zentrale Diskurse der Tanzwissenschaft bzw. das Schließen von Forschungslücken
  • die Form der Darstellung
  • mögliche Potentiale der Anwendung in Ausbildung, Lehre, Forschung, Tanzpraxis
2) das Potential des eingereichten wissenschaftlichen Folgeprojekts in Bezug auf:
  • die Forschungsrelevanz
  • die wissenschaftlich-innovative Ausrichtung des Vorhabens
  • das potentielle Ergebnis in Bezug auf die Forschungsfrage
  • die Methodik
  • die Kohärenz von Arbeits-, Zeit- und Aufgabenplan
  • den Anwendungsbezug in unterschiedlichen wissenschaftlichen, pädagogischen und künstlerischen Kontexten

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Jury

Die Jury besteht aus:

  • Vertretern/-innen aus dem Bereich Theater-/Tanzwissenschaft
  • Vertretern/-innen der Tanzwissenschaft im Bereich Tanzausbildung in NRW
  • Vertretern/-innen des Deutschen Tanzarchivs Köln
  • Vertretern/-innen des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (beratend).

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Bewerbung 

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2016 (Datum des Poststempels)

Die Bewerbung muss in digitaler Form (als pdf-Dateien) und einmal in Papierform beim Deutschen Tanzarchiv Köln eingereicht werden:

Deutsches Tanzarchiv Köln | SK Stiftung Kultur
Stichwort: Tanzwissenschaftspreis NRW 2016
Im Mediapark 7
D-50670 Köln

e-mail: tanzarchiv@sk-kultur.de

Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Bewerbungsschreiben mit Angaben zur Voraussetzung der Teilnahme und Motivation der Bewerbung
  • Bewerbungsformular I (ausgefüllt und unterschrieben)
  • Deutschsprachige Dissertation oder deutschsprachige, qualitativ einer Dissertation vergleichbare wissenschaftliche Arbeit, die seit der Verleihung des letzten Tanzwissenschaftspreises im Jahr 2011 offiziell eingereicht oder fertiggestellt worden ist.
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Ggfs. aktuelles Publikationsverzeichnis
  • Bewerbungsformular II (ausgefüllt und unterschrieben) mit Entwurf eines wissenschaftlichen Folgeprojekts mit Angaben zu Themenstellung, Forschungsziel, wissenschaftlicher Relevanz sowie Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplan (nicht mehr als 15 DIN A4 Seiten)

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Verfahren

Die eingereichten Bewerbungen werden von den Mitgliedern der Jury nach den festgelegten Kriterien für die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger begutachtet und bewertet. Auf der Grundlage der Bewertungen empfiehlt die Jury die Vergabe des Preises.

Die Preisträgerinnen/Preisträger werden schriftlich über die Entscheidung informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Preisträgerinnen/Preisträger müssen vor Empfang des Preises und der Auszahlung eine Erklärung abgeben, dass das Preisgeld für das in der Bewerbung beschriebene wissenschaftliche Folgeprojekt verwendet wird und die entsprechenden Unterlagen drei Jahre prüffähig bereithalten. Nachweise sind auf Anforderung vorzulegen.

Nach Möglichkeit wird eine Präsentation des Folgeprojekts an einer der in NRW ansässigen staatlichen Ausbildungsstätten für Tanz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln angestrebt.

Das Ergebnis resp. die Präsentation des Folgeprojektes wird vom Deutschen Tanzarchiv Köln in Absprache mit der Preisträgerin/dem Preisträger auf der Website des Tanzwissenschaftspreises NRW vorgestellt.

Die Jurysitzung findet im September 2016 statt.

Die Verleihung des Tanzwissenschaftspreises NRW 2016 findet am 21. Oktober 2016 im Deutschen Tanzarchiv Köln statt.

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Kontakt

Deutsches Tanzarchiv Köln | SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln
Tel.: +49 221 88895-400

tanzarchiv@sk-stiftung kultur
www.sk-kultur.de/tanz

Deutsches Tanzarchiv Köln Wissenschaftsministerium NRW